Finanzielle Situation der Gemeinde

Immer wieder taucht die Behauptung auf, die Gemeinde sei übermäßig verschuldet und könne sich daher eigentlich keine größeren Investitionen mehr leisten. Tatsächlich steht Göfis im direkten Vergleich der Pro-Kopf-Verschuldung einzelner Gemeinden nicht so gut da. Dieses Bild relativiert sich jedoch, wenn man einen genaueren Blick auf die Situation wirft:

1. Finanzierung

In Göfis wurden bisher alle Investitionen über Kredite finanziert. Viele andere Gemeinden nehmen Investitionen über Leasingfinanzierung oder Gemeinde-Immobiliengesellschaften vor. Bei diesen Finanzierungsformen lastet die Verschuldung nicht als Kredit auf der Gemeinde und scheint somit nicht in den Angaben zur Gesamtverschuldung auf. Natürlich sind trotzdem die jährlichen Rückzahlungsraten zu leisten.

2. Einnahmen

Ein Großteil der Investitionen ist direkt über Gebühren oder Mieteinnahmen finanziert und belastet den laufenden Haushalt daher nicht. Dies gilt beispielsweise für die Investitionen in die Wasserversorgung, die Abwasserbeseitigung, die Fernwärmeheizung und den Ankauf oder den Umbau verschiedener Gebäude. Größere Kredite, denen keine direkten Einnahmen entgegenstehen, wurden nur für die Volksschulen, den Kindergarten Kirchdorf und den Ausbau des Sportplatzes aufgenommen.

3. Vermögen

Da die Gemeinde seit Jahren ihr angebotene Immobilien angekauft hat, ist Göfis im Besitz einer größeren Zahl von Grundstücken und Gebäuden. Diese stellen einen sicheren und ausreichenden Gegenwert zu den vorhandenen Verbindlichkeiten dar.

Fakten:

Gesamtverschuldung laut Rechnungsabschluss 2013: 11,1 Mio
Schulden über Einnahmen finanziert: € 9,3 Mio
Schulden ohne direkte Einnahmen: € 1,8 Mio
Gesamtvermögen: € 10,9 Mio

Unsere Position:

Die Situation ist nicht rosig, aber auch nicht so schlecht, wie oft behauptet. Für uns macht es Sinn, nicht nur blind zu sparen, sondern sinnvoll in die Zukunft zu investieren.